UHD 770 gegen HD Graphics 530: Was zeigen die Messungen?
Wir haben zwei integrierte Intel-GPUs getestet, die sich in einem Linux-Server einsetzen lassen: die Intel UHD 770, die einer Test-VM auf einem Core-i5-12500-Host zugewiesen war, und die Intel HD Graphics 530 im Core i3-6100. Hier sind die Ergebnisse für OpenGL und Video-Encoding sowie ein Test mit zwei gleichzeitigen 4K-Transcodes auf der HD 530.
Ergebnisse
| GPU und Testumgebung | glmark2, 1080 × 1920 | Synthetisches H.264-Encoding, 1080 × 1920 |
|---|---|---|
| Intel UHD 770, Debian-13-VM, i915-Treiber (Out-of-Tree-Modul, 2026.09.14) | 2749 | etwa 11,7× Echtzeit |
| Intel HD Graphics 530, Core i3-6100, Debian 13 | 1038 | etwa 8,76× Echtzeit |
Der glmark2-Wert ist ein zusammengesetzter Score und keine Bildrate in einem Spiel. Beide Grafiktests liefen mit glmark2 2023.01 auf einer Hochkantfläche mit 1080 × 1920 Pixeln. Die Szenen build, refract, terrain und texture liefen jeweils fünf Sekunden. Die Encoding-Tests nutzten ein synthetisches Testbild und messen weder Unity-Rendering noch einen echten Film.
Systeme und Treiber unterscheiden sich: Die UHD 770 lief in einer Test-VM mit Gasttreiber 2026.09.14 und Kernel 7.2.11. Die HD 530 lief auf dem Core-i3-6100-Knoten mit Debian 13, Kernel 6.12.113 und Intel-iHD-Mediatreiber 25.2.3. Die Zahlen sind eine Orientierung, kein allgemeingültiges Leistungsverhältnis zwischen den GPUs.
Zwei gleichzeitige 4K-Transcodes auf der HD 530
Wir erzeugten eine synthetische 4K-H.264-SDR-Quelle mit 30 Bildern pro Sekunde und starteten zwei gleichzeitige Transcodes nach 1080p. Beide verarbeiteten alle 240 Bilder ihrer acht Sekunden langen Eingabe mit etwa 1,23× Echtzeit, ohne GPU-Reset.
In diesem Aufbau übernahm VA-API das H.264-Decoding und -Encoding. Die Hardware-Skalierung mit scale_vaapi ließ sich auf diesem Knoten nicht starten, deshalb skalierte die CPU. Das bestätigt diesen konkreten H.264-SDR-Fall mit wenig Reserve. Es bestätigt weder zwei HEVC-Main10-Streams noch Plex, HDR-Inhalte oder gleichzeitiges Unity-Rendering.
vainfo zeigt auf dem HD-530-Knoten HEVC-Main-Decoding, aber kein HEVC-Main10-Profil. Zwei 4K-Eingaben in HEVC Main10 haben wir nicht getestet und empfehlen die HD 530 nicht für diese Last.
Was die Werte für einen Server bedeuten
Die HD 530 kann für einfache Einstiegs-Workloads passen. Der Test zeigt, dass sie zwei synthetische 4K-H.264-Streams im beschriebenen Aufbau verarbeiten kann. Sie ist eine ältere Generation, und der i3-6100-Host hat zwei Kerne und vier Threads. Gleichzeitiges 3D-Rendering, Audio und Tone Mapping waren nicht Teil des Tests.
Die UHD 770 erzielte in diesen synthetischen Messungen höhere Werte. Ein glmark2-Score sagt aber die Spielleistung nicht direkt voraus. Für Unity, Plex oder Dauerlast müssen Projekt, Codecs und Einstellungen selbst getestet werden. Die Ergebnisse garantieren weder eine Mindest-FPS-Zahl noch die Unterstützung jedes Videoprofils.
Die HD Graphics 530 ist auf Anfrage ohne monatlichen Aufpreis als Alternative zum iGPU-Start-Tarif erhältlich. Die GPU wird der VM zugewiesen, bleibt aber eine ältere integrierte GPU; die exklusive Zuweisung hebt ihre Hardwaregrenzen nicht auf.
Hardwarebeschleunigte Codec-Unterstützung
Die folgenden Codecs entsprechen den von Intel veröffentlichten Medienfunktionen dieser GPU-Generationen. Kann die GPU ein Profil oder Pixelformat nicht verarbeiten, kann die Anwendung auf CPU-Softwareverarbeitung zurückfallen, sofern sie dies erlaubt; andernfalls kann der Vorgang fehlschlagen. Unter Linux sind auch Treiber und die tatsächlich über VA-API verfügbaren Profile entscheidend. Prüfen Sie vainfo in der VM.
| GPU | Hardware-Decodierung | Hardware-Encoding |
|---|---|---|
| HD Graphics 530 | H.264/AVC, 8-Bit-HEVC/H.265 (Main), MPEG-2, VC-1, MJPEG, VP8 | H.264/AVC; 8-Bit-HEVC über Intels hybriden Pfad, abhängig von Treiber und Anwendung |
| UHD 770 | H.264/AVC, 8/10-Bit-HEVC/H.265, VP9, AV1 | H.264/AVC, 8/10-Bit-HEVC/H.265, VP9; keine Hardware-AV1-Codierung |
Die HD 530 decodiert HEVC Main10 nicht per Hardware: vainfo auf unserem Knoten zeigt HEVC Main, aber kein Main10. Daher sollte HEVC-Video mit 10 Bit in dieser Konfiguration nicht als GPU-decodiert vorausgesetzt werden. Die Angaben zu den Generationen beruhen auf Intels oneVPL-Dokumentation; was tatsächlich verfügbar ist, hängt von Hardware, Kernel und Treiber ab.
GPU-Konkurrenz und UHD-770-Tarifwahl
Wir haben die UHD-770-VM mit Perf 1 gemessen, während andere Kunden die GPU nur wenig belasteten. Das ist ein Ergebnis unter diesen Bedingungen und keine Garantie für konstanten Durchsatz. Für Dauerlast oder wenn eine gleichmäßigere Leistung wichtig ist, empfehlen wir Perf 2 oder Perf 3: Die höhere relative Zuteilung verringert die Empfindlichkeit gegenüber Konkurrenz, garantiert aber keinen festen Mindestdurchsatz.